Bestandesumbau

Die Monokultur, ausser wenn sie in natürlichem Ausmaß vorkommt, ist eine vom Menschen künstlich geschaffene Waldform. Speziell bei Fichte mussten alle eingefleischten Monokulturaktivisten einsehen, dass bei Kalamitäten wie Kyrill oder das Sturmtief Paula den Beständen stark zugesetzt haben. Tausende Hektar Wald wurden so zerstört. Für den einzelnen Forstwirt blieb ein großes Defizit in der Endabrechnung über. Nun wurde deutlich, dass die Fichte nicht der "wirkliche Brotbaum des Waldes" ist. Bestandesumbauten, wobei die Fichte auf ein Maximalmaß von 20 Prozent des Endbestandes reduziert wird, sind nicht nur für den einzelnen Forstbesitzer eine Sicherung der Bestände durch tiefwurzelnde Baumarten, sondern auch die Garantie dafür, dem Preisverfall des Massenproduktes Fichte zu entgehen. 
 
Durch die Einbringung von Tanne, Douglasie, Lärche und den Laubhölzern Buche, Ahorn, Birke erreicht das Waldbild eine Vielfältigkeit. Diese bringt Vorteile für den Klein- und Großwaldbesitzer, da je nach Marktpreis individuell mit der Nutzung hochpreisiger Sortimente reagiert werden kann.
 
Um all dies kostengünstig realisieren zu können, stehen in allen Bundesländern die Forstberater der Landes- und Bezirksinspektionen bzw. der Bauernkammern zur Verfügung.