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Bronzebirke

Bronzebirke 
( Betula maximowicziana )

 
 
Vorkommen:
 
Die Bronzebirke ist ursprünglich in den Gebirgen des nördlichen Japan, im mittleren und nördlichen Hondo, Hokkaido und auf den südlichen Kurilen in Höhenlagen bis 1500 m zu finden.
 
 
Erscheinungsbild:
 
Die Farbe der Rinde ist orange-braun, im Alter wird sie gelb- bis grauweiß. Die herzförmigen Blätter sind ca. 10 bis 15 cm lang und werden im Herbst leuchtend gelb.
 
 
Verwendung:

Die Bronzebirke ist, als Pionierbaumart in der Lage, Kahl- und Brandflächen rasch zu besiedeln, ist dabei jedoch ausgesprochen tolerant gegenüber nachwachsenden Baumarten und deutlich langlebiger als unsere Birkenarten. Wegen ihrer Schirm- und Seitendruckverträglichkeit ist sie gut geeignet zur raschen Schließung von mittleren Bestandeslücken. Dort wächst sie sehr schmalkronig. Bestechend sind ihre Geradschaftigkeit, die hervorragende natürliche Astreinigung und gegenüber unserer herkömmlichen Birke ein vermehrter Holzzuwachs von ca. 30 %.

 
Bodenansprüche: 

Die Ansprüche der Bronzebirke an Bodenfrische und Nährstoffgehalt sind mäßig, jedoch höher als bei europäischen Birkenarten. Bevorzugte Standorte sind gut durchwurzelbare, mäßig frische bis frische Lehmböden der kollinen bis submontanen Stufe. Sommertrockenheit und Schneedruck werden von dieser Birke wesentlich besser vertragen als von ihren europäischen Verwandten, also der Sand- und Moorbirke. Darüber hinaus wird sie mit völlig vergrasten Standorten fertig und wächst gut auf großen Bestandeslücken.

 
Wuchsleistung:
 
Kaum eine andere Birkenart ist in der Jugend so raschwüchsig wie die Bronzebirke. Als dreijährige Pflanzen sind sie meist schon 3 m hoch. Schon ab 50 Jahren können 40 cm Bhd erreicht werden. Die maximale Umtriebszeit beträgt 100 Jahre.